Die ersten wärmeren Tage lassen das Gras sprießen und schon sind in den Gärten wieder Rasenmäher und Mähroboter im Einsatz. Grund genug für den Kreis Plön, noch einmal dafür zu sensibilisieren, dass der nächtliche Betrieb von Rasenmährobotern die Tierwelt gefährdet.
Für dämmerungs- und nachtaktive Tiere stellt der Einsatz von Rasenmährobotern eine große Gefahr dar. Viele Amphibien, Eidechsen und kleine nachtaktive Tiere zeigen kein Fluchtverhalten – Igel beispielsweise rollen sich im Vertrauen auf ihre Stacheln zu einer Kugel zusammen. Die meisten Mähroboter erkennen diese kleineren, im Gras liegenden Tiere nicht als Hindernis. Dadurch kommt es zu Verletzungen unterschiedlicher Schwere: darunter Schnittwunden oder abgetrennte Gliedmaßen bis hin zur Tötung. Der Kreis Plön appelliert daher an die Betreiber/-innen von Mährobotern, diese aus Arten- und Tierschutzgründen nur tagsüber in Betrieb zu nehmen.
Neben der bereits mit der Jahresrechnung der Abfallgebühren erfolgten Informationskampagne wird ab dieser Woche ein Informationsblatt an alle Baumärkte und Fachhändler im Kreisgebiet verteilt, die Rasenmähroboter anbieten. Diese Aktion soll die Menschen schon beim Kauf für dieses wichtige Thema sensibilisieren.
Landrat Björn Demmin dazu: „Der Kreis Plön hat ausdrücklich auf den Erlass einer Allgemeinverfügung zum Nachtfahrverbot für Rasenmähroboter verzichtet, da deren Einhaltung kaum zu kontrollieren wäre. Nun ist es allerdings an jedem Einzelnen, unsere nachtaktiven und nützlichen Tiere zu schützen, in dem Rasenmähroboter nachts nicht eingesetzt werden.“