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Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Kiel und der Polizeidirektion Kiel

Mit dem heutigen Sonntag endet die 132. Kieler Woche. Rund drei Millionen Besucherinnen und Besucher feierten friedlich auf den Veranstaltungsflächen und entlang der Förde. Die Polizeidirektion Kiel und die Bundespolizeiinspektion Kiel ziehen eine positive Gesamtbilanz. Optimierte Einsatz- und Sicherheitskonzepte haben dazu beigetragen, dass die Kieler Woche 2026 sicher verlief.

Bilanz in Zahlen

Das zweite Mal in Folge registrierte die Landespolizei weniger Straftaten als in den Vorjahren im Bereich der Veranstaltungsflächen. Obwohl rund drei Millionen Gäste die zehntägige Veranstaltung besuchten, wurden bislang lediglich 283 Straftaten bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag die Zahl der Delikte mit 356 Taten auf einem höheren Niveau, im Jahr 2024 lag sie bei 365. Gemessen an der Besucherzahl bewegt sich das Straftatenaufkommen weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Den größten Anteil davon machten mit 107 (2025: 115) die Rohheitsdelikte aus, bei denen es sich überwiegend um Körperverletzungen (101) handelte. Raubstraftaten gab es lediglich 2 an der Zahl (Vorjahr 10). Bei den 9 (Vorjahr 10) bekannt gewordenen Sexualdelikten handelte es sich ganz überwiegend um sexuelle Belästigungen verbaler Art oder unerwünschte Berührungen. Es kam lediglich zu 13 registrierten Taschendiebstählen.

Zu größeren Auseinandersetzungen beziehungsweise Taten, bei denen Personen schwere Verletzungen erlitten, kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Von Freitag, 19.05.26 bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr fielen im bundespolizeilichen Zuständigkeitsbereich (Hauptbahnhof und Hafenanlagen) ca. 6400 polizeiliche Maßnahmen an (2025: ca. 4800). Hierbei handelte es sich überwiegend um Identitätsfeststellungen 1699 und präventive Durchsuchungen 1593, Gefährderansprachen 1287 und Kontrollen im Rahmen der erlassenen Allgemeinverfügung (AGV) an den Wochenenden 1287. Diese Allgemeinverfügung erweitert die bereits bestehenden Mitführverbote von Waffen und Messern im öffentlichen Personenverkehr um sogenannte gefährliche Gegenstände, wie Küchenmesser, Reizstoffsprühgeräte, Scheren,Schraubendreher, etc.

Das Straftatenaufkommen zog zum Veranstaltungsende hin mit 81 Delikten etwas an und verdoppelte sich knapp zum Vorjahresniveau (2025:48). Hierzu zählten im Schwerpunkt die Deliktsarten: Körperverletzungen 16 (8), Widerstände/ tätliche Angriffe gegen Bundespolizeibeamte 8 (4), Diebstähle 11 (8) und Beleidigungen 5 (5). Die Qualität und Ausprägung der jeweiligen Delikte sind jedoch vergleichsweise gering. Ein hoher Alkoholisierungsgrad war hierbei des Öfteren zu verzeichnen. Ebenso vereinten einzelne Personen gleich mehrere Delikte auf sich (z. B. Widerstand, Beleidigung,Körperverletzung). Die Bundespolizeiinspektion Kiel verzeichnete in ihrem Zuständigkeitsbereich auch zum Ende der Kieler Woche 2026 einen weitgehend friedlichen Verlauf mit fröhlich feiernden Besucherinnen und Besuchern. Ein großer Teil des Millionenpublikums nutzte das Verkehrsmittel Bahn zur An-und Abreise. Auch am finalen Wochenende waren täglich wieder weit über 100 Bundespolizistinnen und -polizisten im bahnpolizeilichen Einsatz. Die Bundespolizeiinspektion Kiel wurde zum großen Teil durch Einsatzkräfte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg und durch Diensthundeführer unterstützt.

Die Auslastung der Züge und Lenkung der Reisendenströme stellte sich grundsätzlich problemlos dar. Auch wenn Züge an den Wochenenden in Spitzenzeiten teilweise zu 200% ausgelastet waren, kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Abfahrtmöglichkeiten im Halbstundentakt, insbesondere Richtung Hamburg, trugen dazu bei. Kurzfristige Absperrungen von Bahnsteigen waren nur am Holstenbummel erforderlich, da die Kapazitäten der Bahnsteige erschöpft waren. Durch das überwiegend besonnene und verständnisvolle Verhalten der Reisenden und die schnelle Bereitstellung von Schienenersatzverkehr und Sammeltaxen, stellte auch der Ausfall des Bahnfunks am späten Dienstagabend kein größeres Problem dar. Am zweiten Samstag konnte eine ungewöhnlich späte Anreise zur Kieler Woche verzeichnet werden, die mutmaßlich auf die tropisch heißen Temperaturen zurückzuführen ist.

Kein Ort für Messer - Klare Kante gegen Klinge Gewalt- und Rohheitsdelikte mit Waffen, Messern oder gefährlichen Gegenstände, aber auch schon das bloße Mitführen, sind deutlich im polizeilichen Alltag präsent und beeinflussen die Sicherheit von der Bürgerinnen und Bürger. Die Einsatzkräfte der Landespolizei haben zum Teil gemeinsam mit Kräften der Stadt Kiel, dem Kommunalen Ordnungsdienst, an allen Veranstaltungstagen rund 350 Personen bezüglich des Mitführens von Messern kontrolliert und lediglich vier Verstöße gegen das Waffengesetz registriert. Das ist erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Die hohe Kontrollzahl im Verhältnis zu den festgestellten Verstößen lässt erkennen, dass die erlassene Allgemeinverfügung in Kombination mit der Landesverordnung S.-H. zum Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPNV sowie dem Mitführverbot von Waffen und Messern im ÖPFV gem. § 42b WaffG Wirkung zeigt.

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt hat an beiden Wochenenden der Kieler Woche für den Kieler Bahnhof eine Allgemeinverfügung erlassen. "Ziel war es auch in diesem Jahr wieder, auffälliges Verhalten schon im Ansatz mit Gefährderansprachen zu begegnen und somit Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zuverhinden. Die konsequenten Personenkontrollen u. a. auch im Rahmen der erlassenenen Allgemeinverfügung zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen unterstützten hierbei erfolgreich", so der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kiel, Sven-Lars Marienfeld. 1287 (899) Personen wurden aufgrund ihres Verhaltens ermahnt und bei 1546 (894) Personenkontrollen wurden insgesamt 27 (30) Verstöße festgestellt und mit Folgemaßnahmen belegt. Den Schwerpunkt bildeten Messer aller Art und Reizstoffsprühgeräte. Aber auch ein verbotener Schlagring wurde festgestellt und zur Anzeige gebracht.

Verkehrskontrollen der Landespolizei im Umfeld der Veranstaltungsflächen Die Einsatzkräfte führten während der Kieler Woche diverse Verkehrskontrollen durch. Sie unterzogen mehr als 260 Fahrzeugführerinnen und -führern einer Verkehrskontrolle. Ein Schwerpunkt lag auf der Überprüfung der Fahrtauglichkeit von Nutzerinnen und Nutzern sogenannter E-Scooter (Elektrokleinstfahrzeuge). Hier stellten Einsatzkräfte besonders im Verlauf der ersten Hälfte der Kieler Woche eine hohe Anzahl an Verstößen fest. Insgesamt 14 der E-Scooter-Fahrer standen unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen. In drei dieser Fälle kam es zudem zu Unfällen. Der Spitzenwert lag bei 1,89 Promille. Darüber hinaus verunfallten zwei Nutzer von Elektrokleinstfahrzeugen, ohne unter dem Einfluss von Drogen- Alkohol- oder Medikamenten gestanden zu haben.

Zudem kontrollierten die Kolleginnen und Kollegen eine Radfahrerin, die mit 2,44 Promille im Bereich der Brunswiker Straße auf dem Heimweg von der Kieler Woche nach Hause unterwegs war. Ein Arzt entnahm ihr im Anschluss eine Blutprobe. Sie wird sich in einem Strafverfahren verantworten müssen.

Zweimal kam es zu Verkehrsunfällen mit Pkw-Fahrern, die ebenfalls unter dem Einfluss von Alkohol am Straßenverkehr teilnahmen. In zwei weiteren Fällen blieb es bei folgenlosen Trunkenheitsfahrten. Hier lag der Spitzenwert bei 2,79 Promille. Auch hier leiteten die Kräfte entsprechende Strafanzeigen ein. In allen Fällen verletzten sich die Verkehrsteilnehmer glücklicherweise nur leicht.

Auch wasserseitig kontrollierten unsere Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei den Schiffsverkehr. Freitag fiel den Einsatzkräften ein Motorboot auf, welches von Wendtorf in die Kieler Förde fuhr. Der Bootsführer ankerte im Fahrwasser direkt vor dem Dienstgebäude der Wasserschutzpolizei an der Kiellinie. Nachdem die Kräfte den 23-jährigen Mann auf sein Fehlverhalten hingewiesen hatten, stellten sie einen süßlichen Geruch fest. Im Rahmen der Kontrolle unterzogen sie dem Mann einem Drogenvortest, der positiv auf THC (Cannabis) reagierte. Ein Arzt entnahm dem 23-Jährigen eine Blutprobe. Die Beamtinnen und Beamten leiteten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige ein.

Veranstaltungsverlauf

Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr die außergewöhnliche Hitze dar. Neben der klassischen Polizeiarbeit gehörte deshalb auch das Kümmern und Helfen vielerorts zum Einsatzalltag.

Einsatzschwerpunkte waren die Kiellinie sowie der Innenstadtbereich. Haupteinsatztage waren einerseits der erste Freitag mit dem Soundcheck sowie der Freitag am zweiten Kieler Woche Wochenende. In vier Fällen (2025:11) kam es zum Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.

Die Einsatzkräfte sprachen gegenüber 90 Personen (Vorjahr 63), die sich aggressiv oder störend verhielten, Platzverweise aus. Zehn Personen kamen aus gefahrenabwehrenden Gründen ins Polizeigewahrsam, weil sie mindestens uneinsichtig waren.

Die Zahl der polizeilich bekannt gewordenen alkoholbedingten hilflosen Personen ist im Vergleich zu 2024 und 2025 weiterhin stark gesunken. Drei Personen kamen zur Ausnüchterung in Gewahrsam. Die geringe Anzahl ist dem im vorletzten Jahr eingeführten Konzept der Behandlungsplätze vor Ort, den so genannten "Liegeplätzen," zu verdanken.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Kiel kontrollierten auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Polizei Kinder und Jugendliche auf der Kieler Woche. Die Jugendschutzstreifen sprachen diese gezielt auf ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum an. Besondere Auffälligkeiten gab es in Bezug auf Alkohol nicht.

Samstag Mittag kam es zu einem Zwischenfall auf einem Segelboot, welches an der Reventloubrücke festgemacht hatte. Eine unsachgemäß gewartete Rettungsinsel explodierte an Bord des Segelschiffes, umherfliegende Teile beschädigten zwei Veranstaltungsbuden im Bereich der Kiellinie. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sperrten den Bereich weiträumig ab und fertigten eine Strafanzeige wegen einer fahrlässigen Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Resümee

Das polizeiliche Einsatzkonzept in Verbindung mit dem Sicherheitskonzept der Landeshauptstadt Kiel und der positiven Stimmung der Besucherinnen und Besucher sorgten für ein großartiges und entspanntes Sommer- und Segelfest. Die Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher sowie der eingesetzten Kräfte zeigen, dass die hohe Polizeipräsenz, die intensiven Präventionsmaßnahmen und das Einsatz- und Sicherheitskonzept auf breite Akzeptanz gestoßen sind. Das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, den Menschen eine fröhliche, sichere und unbeschwerte Kieler Woche zu ermöglichen, wurde erreicht.

"Eine Kieler Woche dieser Größenordnung ist nur möglich, weil viele Menschen Hand in Hand arbeiten. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die bei teils großer Hitze mit hoher Professionalität, Augenmaß und großem Engagement für die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher gesorgt haben. Gleichzeitig danke ich den Millionen Gästen, die unsere Maßnahmen überwiegend mit Verständnis begleitet und durch ihr verantwortungsbewusstes Verhalten ihren Teil zu einer friedlichen Kieler Woche beigetragen haben" so der leitende Kriminaldirektor Mathias Engelmann, Leiter der Polizeidirektion Kiel.

* Alle genannten Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Freitag, 19.06.26, 12:00 Uhr, bis Sonntag, 28.06.26, 06:00 Uhr. Es handelt sich um vorläufige Zahlen, die sich durch spätere Anzeigen erfahrungsgemäß noch leicht erhöhen können. Aufgrund dessen sind die genannten Zahlen aus dem Jahr 2025 etwas höher als in der Abschlussbilanz 2025 angegeben.

Stephanie Lage / Polizeidirektion Kiel

André Fischer / Bundespolizeiinspektion Kiel

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Kiel

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Gartenstraße 7
24103 Kiel

Tel. +49 (0) 431 160 2010
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Gestern Nachmittag stießen zwei Pkw auf der Schönberger Landstraße in Fiefbergen frontal zusammen. Beide Fahrzeugführer kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Die Polizeistation Schönkirchen führt die Unfallermittlungen.

Nach jetzigem Ermittlungsstand befuhr die 73-jährige Fahrerin eines weißen Peugeot Partner die Schönberger Straße, Landesstraße 50 (L50) aus Richtung Probsteierhagen kommend in Richtung Schönberg. In Bereich einer scharfen Linkskurve geriet sie mit ihrem Pkw auf die Gegenfahrbahn. An dieser Stelle kam ihr der 61-jährige Fahrzeugführer eines roten Ford Fiesta entgegen. Beide Fahrzeuge prallten mit der jeweils linken Fahrzeugfront frontal zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls kam der Peugeot ins Schleudern, kippte auf die Seite und kam am dortigen Grünstreifen zum Stehen. Der Ford Fiesta kam auf der Gegenfahrbahn zum Stehen.

Beim Ford Fiesta lösten durch den Aufprall Fahrer- und Beifahrerairbag aus. Der Fahrzeugführer verletzte sich beim Aufprall schwer, konnte sein Fahrzeug jedoch selbständig verlassen. Er kam nach Erstversorgung in ein Krankenhaus. Auch die Fahrerin des weißen Peugeot konnte selbständig ihr Fahrzeug verlassen. Ein Krankenwagen verbrachte sie ebenfalls schwerverletzt in ein Krankenhaus.

Die L 50 war für die Unfallaufnahme zeitweise voll gesperrt. Neben der Berufsfeuerwehr Kiel waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Probsteierhagen und Fiefbergen zur Unterstützung mit vor Ort. Ein Abschlepper verbrachte beide Fahrzeuge zum Betriebshof. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Zeugen des Unfalls werden gebeten sich bei der Polizeistation Schönkirchen unter der Telefonnummer 04348-215 4900 zu melden.

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In der Zeit vom 20.-28. Juni 2026 findet die Kieler Woche 2026 statt. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche regionale, überregionale und internationale Gäste in Kiel erwartet.

Das Sommerfest beginnt inoffiziell bereits morgen und damit einen Tag vor der offiziellen Eröffnung am Samstag. Die Polizei ist gut vorbereitet und setzt auf ein bewährtes Einsatzkonzept, das auf Grundlage der Erfahrungen der vergangenen Jahre weiter optimiert wurde.

Die Polizeidirektion Kiel hat sich gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel intensiv auf die Großveranstaltung vorbereitet. Ziel ist es, veranstaltungstypische Gefahren frühzeitig zu erkennen, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent zu verfolgen und allen Besucherinnen und Besuchern einen sicheren und friedlichen Aufenthalt zu ermöglichen. Dazu gehört jedoch auch das verantwortungsvolle Verhalten jedes Einzelnen.

Die Kieler Woche steht seit Jahrzehnten für Weltoffenheit, Begegnungen und maritime Lebensfreude. Menschen unterschiedlichster Herkunft feiern hier gemeinsam friedlich eines der größten Sommerfeste Europas. Damit die Erinnerungen an diese Tage von Segelschiffen, Musik, dem Duft der Förde und fröhlichen Begegnungen geprägt bleiben, leisten die Einsatzkräfte der Polizei gemeinsam mit vielen weiteren Partnern ihren Beitrag für ein sicheres und unbeschwertes Fest.

Ein besonderer Fokus liegt erneut auf der Bekämpfung von Gewaltkriminalität im öffentlichen Raum, insbesondere auf Straftaten unter Verwendung von Messern und anderen Waffen. Derartige Delikte bergen ein erhebliches Gefährdungspotenzial und beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nachhaltig.

Die Polizeidirektion Kiel weist daher ausdrücklich darauf hin, dass das Mitführen von Waffen auf den Veranstaltungsflächen gemäß § 42 Waffengesetz verboten ist. Hierunter fallen neben Schusswaffen auch Hieb- und Stoßwaffen sowie Messer. Verstöße können Straftaten darstellen und werden konsequent verfolgt. Die Polizei wird entsprechende Kontrollen durchführen.

Sicherheits- und Einsatzkonzept

Die Polizei hat die Landeshauptstadt Kiel bei der Erstellung ihres Sicherheitskonzeptes beraten und ein umfangreiches Einsatzkonzept entwickelt. An einzelnen neuralgischen Punkten wird es zu Straßensperrungen und weiteren verkehrsregelnden Maßnahmen kommen.

Zur Minimierung der Gefahr von Überfahrtaten hat die Stadt Kiel verschiedene Sperrsysteme eingerichtet. Gleichzeitig bleiben wichtige Flucht- und Rettungswege jederzeit frei.

Die bereits aus den Vorjahren bekannte Einbahnstraßenregelung an der Kiellinie zwischen Ostseekai und Reventlouschleife wird täglich ab 17 Uhr und an den Wochenende ab 12 Uhr eingerichtet. Abhängig vom Besucheraufkommen können die Maßnahmen lageangepasst erweitert oder verändert werden.

Ansprechbarkeit und Präsenz

Die Polizei wird auf den Veranstaltungsflächen mit zwei mobilen Wachen sowie zahlreichen Fußstreifen präsent und ansprechbar sein. Die mobilen Wachen befinden sich am Hauptbahnhof und am Bootshafen und sind täglich ab 16 Uhr bis Veranstaltungsende besetzt. An der Kiellinie befindet sich beim Wasserschutzpolizeirevier eine weitere Anlaufstelle. Sofern die Einsatzlage es erfordert, werden die mobilen Wachen auch früher besetzt.

Darüber hinaus ist die Polizei selbstverständlich rund um die Uhr über den Notruf 110 erreichbar. Der reguläre Dienstbetrieb der Polizeireviere und Polizeistationen bleibt während der Kieler Woche uneingeschränkt gewährleistet.

Die Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel werden durch Kolleginnen und Kollegen aus der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung unterstützt. Neben deutlich erkennbaren uniformierten Streifen sind auch zivile Einsatzkräfte auf den Veranstaltungsflächen unterwegs. Darüber hinaus werden verstärkte Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt, teilweise gemeinsam mit dem Kommunalen Ordnungsdienst. Ziel ist es, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und Verstöße konsequent zu ahnden.

Alle Veranstaltungsflächen sind für die Dauer der Kieler Woche Kontrollbereiche. Durch diese temporäre Einstufung als Kontrollbereich sind unsere Einsatzkräfte zu anlasslunabhängigen Kontrollen von Personen und deren mitgeführten Sachen befugt.

In Ergänzung zu den bereits bestehenden Kontrollorten, Waffen- und Messerverbotszonen sowie den bestehenden Führungsverboten von Waffen und Messern im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPV) gem. der Landesverordnung SH (ÖPNV) und Waffengesetz (ÖPFV) hat die Bundespolizei für die jeweiligen Wochenenden der Kieler Woche zusätzlich eine Allgemeinverfügung (AGV) zum Mitführverbot von gefährlichen Gegenständen für den Bahnhof Kiel erlassen. Diese entfaltet jeweils freitags von 16:00 Uhr bis sonntags 06:00 Uhr ihre Wirkung. Gefährliche Gegenstände sind Gegenstände, die nicht als Waffe konstruiert sind, aber bei der konkreten Verwendung geeignet sind, erhebliche Verletzungen hervorzurufen, wie z.B. Scheren, Schraubendreher, Kampfsportgeräte, Reizstoffe u.v.m. Zuwiderhandlungen können mit einem Zwangsgeld von bis 25.00 EUR belegt werden. Siehe hierzu auch Pressemitteilung der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt vom 15.06.2026, 15:03 Uhr.

Jugendschutzstreifen

Auch in diesem Jahr führen die Polizeidirektion Kiel und die Landeshauptstadt Kiel gemeinsam Jugendschutzstreifen durch. Dabei stehen insbesondere der Schutz von Kindern und Jugendlichen sowie die Einhaltung jugendschutzrechtlicher Bestimmungen im Fokus.

Videoübertragung und Besucherlenkung

Zur Beobachtung und Bewertung der Lage auf einzelnen Veranstaltungsflächen hat die Stadt Kiel eine Videoübertragung eingerichtet.

Die Live-Bilder ermöglichen einen schnellen Überblick über das Veranstaltungsgeschehen. Insbesondere können Besucherströme frühzeitig erkannt und gezielt gelenkt werden. Gleichzeitig unterstützt die Videoübertragung dabei, potenzielle Gefahrenlagen rechtzeitig zu erkennen und Einsatz- sowie Rettungskräfte bedarfsgerecht zu koordinieren.

Verkehrskontrollen

Im Umfeld der Veranstaltungsflächen werden Einsatzkräfte verstärkt Verkehrskontrollen durchführen. Diese richten sich insbesondere auch an Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern sowie Fahrrädern.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Führen von Fahrzeugen unter dem Einfluss von Alkohol, Betäubungsmitteln oder anderen berauschenden Mitteln. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass bereits ab einem Alkoholwert von 0,3 Promille strafrechtliche Konsequenzen drohen können, wenn zusätzlich Fahrfehler oder alkoholbedingte Ausfallerscheinungen festgestellt werden.

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen betont die Polizeidirektion Kiel, dass die Kieler Woche eine sichere Veranstaltung ist. Auch für viele Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte gehört die Kieler Woche längst zum Sommer in Schleswig-Holstein. Während einige ihren Dienst auf den Veranstaltungsflächen verrichten, besuchen viele Kolleginnen und Kollegen das Fest später selbst mit ihren Familien und Freunden. Gerade deshalb ist es unser gemeinsames Ziel, dass alle Besucherinnen und Besucher die Kieler Woche so erleben können, wie sie sein soll: friedlich, fröhlich und sicher.

Die Kolleginnen und Kollegen der Polizeidirektion Kiel freuen sich auf das zehntägige Sommerfest und wünschen allen Besucherinnen und Besuchern eine friedliche Kieler Woche 2026 mit unvergesslichen Momenten, maritimen Erlebnissen und fröhlichen Begegnungen.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

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Gestern kam es auf der Landesstraße 50 in Passade zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad. Der Motorradfahrer und sein Sozius verletzten sich hierbei lebensgefährlich. Der Fahrer des Pkw stand unter Schock. Die Landesstraße 50 (L50) war für mehrere Stunden gesperrt.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe der Fahrer des Pkw Opel Corsa gegen 14:30 Uhr die Straße Eichsollkamp (L50) aus Richtung Fiefbergen kommend befahren und beabsichtigt nach links in die Dörpstraat einzubiegen. Aufgrund des Gegenverkehres habe er anhalten müssen. Der Motorradfahrer mit seinem Sozius auf einer Honda CBR habe in gleicher Richtung die L50 befahren und sei dem Pkw ungebremst aufgefahren.

Der 27-jährige Motorradfahrer erlitt durch den Sturz lebensgefährliche Verletzungen. Sein Sozius, ein 23-jähriger Mann, verletzte sich bei dem Unfall ebenfalls lebensgefährlich. Beide Männer kamen mittels Rettungswagen bzw. Rettungshubschrauber in Krankenhäuser. Der 21-jährige Pkw-Fahrer erlitt einen Schock und konnte vor Ort ärztlich versorgt werden.

Ein Sachverständiger erschien auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel vor Ort, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Ein Abschlepper verbrachte beide Fahrzeug zum Betriebshof. Die Unfallstelle war bis 18 Uhr voll gesperrt.

Die Polizeistation Schönberg führt die Unfallermittlungen.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

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Der gestrige Himmelfahrtstag verlief aus polizeilicher Sicht nahezu störungsfrei. Insgesamt registrierten die Einsatzkräfte in Kiel und im Kreis Plön weitaus weniger Teilnehmer sogenannter Vatertags-Touren als im Vorjahr.

Die Einsatzkräfte der Polizeidirektion Kiel waren an Himmelfahrt mit verstärkten Kräften im Einsatz. Hierbei legten sie ein besonderes Augenmerk auf Örtlichkeiten, die in den Vorjahren auffallend stark von feiernden Personen frequentiert waren.

In Kiel befand sich einer der sogenannten Hotspots im Schrevenpark. Hier versammelten sich in den frühen Abendstunden zirka 2000 Personen. Gegen 19:15 Uhr kam es dort zu einer Körperverletzung. Die Einsatzkräfte nahmen eine Strafanzeige auf und erteilten dem Tatverdächtigen einen Platzverweis, dem dieser auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht nachkam. Daraufhin nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam und fertigten eine Strafanzeige.

Gegen kurz vor 22 Uhr stellten die Polizeikräfte im Schrevenpark eine 25 köpfige Personengruppe fest, die dem Anschein nach aggressives Verhalten zeigte. Um möglichen Übergriffen durch Teilnehmer dieser Gruppe vorzubeugen und dadurch friedlich Feiernde zu schützen, sprachen die Beamtinnen und Beamten einen Platzverweis gegen diese Gruppe aus.

Darüber hinaus kam es zu wenigen Fällen, in denen Einsatzkräfte Personen Hilfe leisteten, weil diese durch Alkoholkonsum beeinträchtigt waren. Zwei Personen mussten durch den Rettungsdienst betreut werden. In den übrigen Fällen erfolgte die weitere Betreuung durch Begleitpersonen.

Im Kreis Plön kam es im Tagesverlauf in der Gemeinde Dobersdorf zu einer Körperverletzung. Ein 35-jähriger Mann soll dort zunächst eine Jugendruppe belästigt und im weiteren Verlauf eine Person aus dieser Gruppe geschlagen haben. Die Einsatzkräfte stellten den Tatverdächtigen noch vor Ort fest und fertigten eine entsprechende Strafanzeige.

Zu weiteren nennenswerten Vorfällen kam es im Bereich der Polizeidirektion Kiel nicht.

Mathias Stöwer, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel

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